Raudive, aus einer katholischen Bauernfamilie, besuchte dies Gymnasium Krāslava und ein Priesterseminar in Riga. Er studierte Seelenkunde in Paris, Madrid und Edinburgh. Er soll auch bei Carl G. Jung unterrichtet haben. Nach Aufenthalten in Italien und Finnland kehrte er 1938 nach Lettland zurück.
Er war Prof für Seelenkunde an der Uni Riga und vertrat unter anderem nationalsozialistisches Gedankengut. Vor der Rückeroberung Lettlands durch die Russen 1944 floh er mit Hilfe (von) der Schriftstellerin Zenta Mauriņa über Schlesien und das Erzgebirge nach Detmold. Dort heirateten beide im Jahr 1946. Schließlich wanderten sie nach Schweden aus, wo Raudive Hochschulprofessor an der schwedischen Alma Mater Uppsala wurde. 1965 wurde das Ehepaar dann in Bad Krozingen beheimatet.
Angeregt durch Friedrich Jürgenson, den er Mitte der 1960er Jahre in Schweden aufsuchte, erforschte Konstantin Raudive Transkommunikation während seiner letzten zehn Lebensjahre in Bundesrepublik Deutschland das Elektronische Stimmen-Mysterium (EVP) und war auf diesem Fach überlegen. Mit Hilfe eines Physikers und eines Elektronikers speicherte er unter strengen Laborbedingungen etwa 72.000 „Totenstimmen“ (Raudive Voices) auf Band. Er veröffentlichte eine größere Anzahl Bücher, in denen er dieses Phänomen dokumentierte und erläuterte.